Wochenende im Slum 🎶

Wochenende bedeutet im Slum: Sport, Tanzen, Lernen, Kirche und diesen Sonntag noch ein ganz besonderer Programmpunkt.

Für uns startet der Samstag mit einem wichtigen Meeting mit Patra, die unsere beiden Patenkinder betreut. Wir müssen Dinge klären. Wie soll es weiter gehen? Geht es überhaupt weiter? Hierzu mehr sobald die Entscheidung getroffen ist.

Die Kids Im Slum sind schon fleißig am aufwärmen als wir ankommen. Ein kleines Basketball Training steht an. Schön zu sehen, wie sich die Kids auch hier entwickelt haben. Einige sind echt richtig gut! Die Besuchertribüne wird überlagert. Hier gefällt es mir. Die Kids freuen sich über unsere Nähe.

Nach dem Mittagessen geht es weiter mit ein paar Spielen. Wir haben Lego und ein paar Spielsachen dafür die Kleinen besorgt.

Die älteren Kids werden aufgeteilt. Die Mädels zu Lisa und mir. Die Jungs zu Danny und Jack. Zeit für Girls bzw. Boys Talks. MJays Wunsch war es, dass wir uns mit den Kindern über Frauenthemen unterhalten. Wir haben da eine ganz andere Wirkung wie er.

Eine ungewohnte Situation für uns Lisa und mich. Aber wir beide ergänzen uns gut. Am Anfang sind die Mädels sehr schüchtern. Wir knüpfen ein Friedensnetz aus Wolle als Zeichen, dass wir zusammenhalten und uns vertrauen.

Uns liegt es am Herzen den Mädchen aufzuzeigen, was es bedeutet ungeschützt Sex zu haben, Thema HIV und andere Krankheiten, welche Folgen eine Schwangerschaft hat und wie sich ihr Leben dadurch verändern wird.

Außerdem haben wir ein paar Menstruationstassen für die Girls mit gebracht. Damit sie trotz Periode in die Schule gehen können und den Zyklus als etwas natürliches betrachten.

Win weiteres Thema liegt uns sehr am Herzen. FRAUENRECHTE.

Leider sind diese in Uganda nicht sehr ausgeprägt. Wir mussten schon einige Situationen hier beobachten wie Frauen nieder gemacht oder abgegräbscht wurden. Die Frau hier in Uganda wird in vielerlei Hinsicht ungerecht behandelt.

Die jungen Mädchen zu bestärken ist uns ein großes Anliegen. Sie dabei zu bestärken, das es ihr Recht ist NEIN zu sagen. Und sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.

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Der nächste Morgen startet mit African Time. Wiedermal müssen wir auf Mjay warten. Wenn man eines hier lernt dann ist es Geduld!

Wir haben wine Einladung von Arthur. Ein guter Freund und Mentor von Mjay. Er ist Künstler und hat früher ebenfalls in Katanga gelebt. Durch ihn hat Mjay Judith kennen gelernt, die die Arztrechnungen für seine kranke Tochter gezahlt hat. Das war der Start für H4KK. Sie war es wo Mjay mit dem Deutschen Botschafter, der letztes Bahr die Toiletten im Slum gebaut hat, verknüpft.

Sehr inspirierend Arthur kennen zu lernen. Er baut gerade eine Komposttoillete. Ähnlich wie das klotogo von Goldeimer. Außerdem produziert er gerade eine Dokumentation über das Slum.

Am Abend findet eine Abschiedsparty für Danny statt. Es wurde sogar ein Kuchen organisiert. Es wird getanzt, gesungen, gelacht.

Danke sagen. Danke für die Unterstützung und diese besondere Zeit.

Die Kids nehmen uns schon wieder voll in ihre Welt mit. Die Lieder sind so berührend. Tränen in den Augen. Bei den Kindern und bei uns.

Eine schöne Geste: Wir sollen auf die Bühne und sagen was wir an Danny lieben und was wir nicht an ihm mögen. Wertschätzung des anderen. Ihm einfach mal sagen was man mag. Ihm mitgeben was man nicht mag, damit dieser weiter an sich arbeiten kann oder das zumindest weiß.

Es wird spät. Wir wollen gar nicht gehen. Ein ganz besonderer Abend im Slum bei unseren Freunden und unserer afrikanischen Familie! ❤️

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