Wir bauen ein Haus ❤️

Ein neues Zuhause für die gesponserten Schüler der Secondary School entsteht!

Etwa 40 Minuten vom Slum entfernt, in KITEGOMBA, hat MJay ein Land geerbt. Hier hat er selber einige Jahre mit seiner Familie und den ersten Kids von H4KKP gelebt.

Die Umgebung ist wunderschön. Das Dorf ist klein und friedlich. Hier bauen wir ein neues Zuhause für die Schüler der Secondary School! Die Schule ist in Laufnähe. Eine Boarding Schule, wo die Kinder Montag-Freitag sein können. Am Wochenende sollen sie die Zeit im neuen Zuhause verbringen, weg von der Gewalt und den Drogen im Slum. Hier können sie sicher aufwachsen und sich voll und ganz auf ihre Bildung konzentrieren!

Mit 3 Workern, 2 Waterboys, MJay als Projektleiter und seiner Frau als Köchin sind wir auf die Baustelle gezogen.

Lasst uns gemeinsam ein Haus bauen.

Tag 1: Das alte „Haus“ muss weg und der Graben für die Mauern muss gebuddelt werden

Vorfreude und Wehmut ist in MJays Augen zu erkennen, sein Haus in dem er einige Jahre gelebt hat wird nieder gerissen. Abschied eines alten sehr ärmlichen Kapitels. Gleichzeitig auch der Startschuss für ein neues großes Projekt. „Germans always start projects“ meint er. So ist es mit dem Mädchen Zimmer im Slum, ebenso wie mit den Toiletten, die von der deutschen Botschaft gebaut wurden, gewesen.

Das Haus ist schnell abgerissen, der Müll und alles Unkraut wird zur Seite geräumt. Los geht das Abmessen des Hauses. Einen Bauplan, gibt es höchstens in MJays Kopf.

Ein Maßband wird zwar verwendet, aber Genauigkeit wird hier nicht so ernst genommen 😅.

Mit einem Stöckchen wird die Entfernung markiert. Los geht es mit dem Buddeln. Jack und Danny schütteln nur den Kopf. Die Art und Weise wie die Locals den Graben ausheben ist sehr ineffizient und unnötig Kräfte raubend. Sie versuchen es Ihnen zu erklären, was weniger gelingt. Vielleicht wollen sie sich auch einfach nicht belehren lassen.

Zum Mittag gibt es Posho (Maismehlbrei) mit Bohnen.

Am Nachmittag kommt die Sonne raus. Es wird heiß. Wir schwitzen. Erstaunlich, dass die Locals kaum trinken, während wir Liter für Liter abkippen.

Wir sind geschafft. Uns reicht es. Wir haben noch eine 40 minütige Fahrt mit dem BodaBoda vor uns. Die anderen bleiben auf dem Land. Wir haben extra ein Zelt aufgestellt und die Nachbarin hat uns einen Raum frei geräumt den wir nutzen dürfen.

Erfolgreicher erster Tag!

Tag 2: Fundament gießen

Trotz regen am Morgen lassen wir uns heute nicht vom arbeiten aufhalten!

Die Arbeiter haben gestern schon etwas weiter gemacht als wir einen Tag Pause machen mussten weil der Regen doch zu stark war um 40 Minuten auf dem Boda Boda zum Land zu fahren. Dafür waren wir eine Runde im Slum und hatten Zeit für uns.

Auf der Baustelle herrscht Chaos – in unseren Augen zumindest. Für Jack und Danny kaum zu ertragen. Der Erde, die in die Mitte aufgeschüttet wurde, rieselt in den Graben wo das Fundament gegossen werden soll. Das Fundament ist an sämtlichen Ecken angefangen, obwohl an anderen Ecken noch nicht mal tief genug gegraben wurde. Die Arbeit hier läuft einfach anders.

Lisa unterstützt heute Sarah beim kochen. Es gibt Reis mit Bohnen.

Am Nachmittag schauen wir den Arbeitern mehr zu, als das wir helfen können. Die Jungs sind etwas gefrustet. Sie sind zum helfen und anpacken hier. Wir machen uns zeitig auf den Heimweg.

Tag 3: Girls Power und die Mauern hochziehen

Unsere Jungs haben keine Lust heute. Somit ziehen Lisa und ich alleine mit MJay zum Land. Girlspower.

Heute gibt es wieder was für uns zu tun. Die Arbeiter waren fleißig. An einigen Stellen wurden schon die ersten Backsteine gesetzt. Mehr Zement statt Stein. Unsere Aufgabe: Die Graben zuschütten.

Step by step ist hier in Uganda das Motto. Auch auf der Baustelle merken wir das. Es wird an vielen Ecken was angefangen und dann dort step by step weiter gemacht. Statt erstmal das Fundament komplett gießen, dann die Steine setzen warten bis alles trocken ist und dann die Gräben zuschütten wird hier an einer Stelle angefangen, an der nächsten wieder angefangen, an der ersten dann weiter gemacht usw.

Lustig und so anders. Aber wir lassen sie einfach machen und helfen da wo wir gebraucht werden. Beim Steine verteilen beispielsweise. Ein Kette. Die Steine fliegen von einem zum nächsten. Nur wenn alle mitmachen und aufpassen läuft es. Es wird gelacht. Gesungen. Aus dem Lautsprecher tönt afrikanische Musik.

Wir bekommen Besuch von dem Dorf Council. Die Nachbarin hat sich beschwert, dass unser Zelt auf ihrem Grundstück steht. Es werden Gründe gesucht warum wie irgendwas nicht richtig machen. Und natürlich wird was gefunden, wer weis ob es stimmt, aber nun müssen wir Montag zum Office und unseren „Strafzettel“ bezahlen. Doofe Nachbarn gibt es wohl überall auf der Welt.

Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Wir setzen einfach das Zelt um! Doch wohin nur? Einfach mitten auf die Baustelle 🤣

Die erste Woche auf der Baustelle. Wir sind unglaublich stolz, dass wir das Projekt ins Rollen gebracht haben! Dank der zahlreichen Spenden können wir hier wirklich was bewegen.

Doch auch hier ist der Bau teuer. Für die ersten Schritte noch ohne Dach hat Majay eine Kalkulation von knapp 3000€ gemacht. Uns fehlen noch etwa 500€ dafür. Und ein Dach wird auch noch benötigt bevor die Kids einziehen können.

Deshalb können wir jede Unterstützung gebrauchen!!! Jede noch so kleine Betrag hilft!

Spenden ganz einfach per Paypal an: pfaffenbachlaura@gmail.com

DANKE.DANKE.DANKE. ❤️

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