3 Worte, die dieses Abenteuer Uganda beschreiben

Es ist schwer in Worte zu fassen, was ich in den letzten 5 Wochen in Uganda alles erlebt habe. Dennoch möchte ich versuchen, es zu beschreiben.

Drei Worte die dies am besten versinnbildlichen sind:

DANKBARKEIT | BEREICHERUNG | WACHSTUM

Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit mich frei in der Welt bewegen zu können, um in Länder wie Uganda reisen und hier mehrere Wochen verbringen zu dürfen. Ich bin dankbar für all die Liebe und Herzlichkeit, die ich hier erfahren durfte insbesondere von den Kindern von H4KKP. Ich bin unglaublich dankbar für jeden einzelnen Moment, den ich hier erleben und all die Erfahrungen die ich sammeln durfte in dieser völlig anderen Welt.

Die Erlebnisse und die Abenteuer hier in Uganda haben mich bereichert. Zu sehen in welchen Umständen die Kinder hier aufwachsen und welche Schicksale sie erlitten haben ist schockierend. Sie dennoch so strahlen, dankbar und glücklich zu sehen mit dem wenigen, dass sie haben ist absolut bereichernd. Hoffnung und der glauben an eine bessere Zukunft trägt sie jeden Tage voran absolut bewundernswert. Auch die Schönheit des Landes, die Früchte, die Tiere, die Farben, die Naturspektakel haben mich unglaublich bereichert und mir einen weiteren wunderschönen Ort auf dieser Welt gezeigt.

Wachstum, das ist es was ich hier in vielerlei Hinsicht erfahren habe. Wachstum des Projektes. Wachstum und Entwicklung der Kinder. Aber auch mein persönliches Wachstum. Entscheidungen mussten getroffen werden, die nicht einfach waren. Erfahrungen musste ich machen, die meinen Mut und meine Stärke bewiesen haben. Meine Augen wurden in vielerlei Hinsicht geöffnet durch viele klärende Gespräche, nachfragen und nachbohren. Und auch auf meinem Weg zu meiner Vision konnte ich wachsen. Ich habe mich mehr und mehr mit mir selbst verbunden, auf mein Herz gehört und mein Herzensprojekt weiterentwickelt. Ganz ohne Laptop und Arbeit könnte ich meinen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge legen und weiter wachsen.

Ich bin stolz auf alles, was wir in der Zeit hier in Uganda erschaffen haben, auch wenn es zwischendurch sehr kräftezehrend und anstrengend war. Ich bin unglaublich dankbar dieses Erlebnis mit Lisa an der Seite machen zu dürfen. Danke, dass du mich in den Momenten wo ich gestruggelt habe da warst.

Danke an alle die uns und H4KKP mit Spenden unterstützt haben, die unsere Erlebnisse verfolgt und an uns geglaubt haben!

Die Zusammenarbeit mit Hope4katangakids wird weiter gehen, jetzt bin ich aber erstmal ready um meine Familie wieder in den Arm zu schließen, denn auch das habe ich gelernt, wie wundervoll es ist eine Familie zu haben!

Much ❤️ Laura

Time to say bye bye…

Die letzten Tage in Uganda. Zeit um nochmal zum Land zu fahren und den aktuellen Stand des Hausbaus zu begutachten, die letzten Meetings über die weitere Zusammenarbeit und das weitere Vorgehen und die letzten Organisationen.

So weit sind wir gekommen mit den vielen Spenden, die wir bekommen haben. Wir sind stolz, was in den 4 Wochen alles entstanden ist! Die Arbeiter, MJ und auch die Kids waren sehr fleißig.

Um die 2000-3000€ fehlen noch, um das Haus fertig zu stellen! Wenn du unterstützen möchtest, gerne melden!

❤️

Auch für uns wird eine Abschiedsparty mit vielen Tanzeinlagen, Reden, Kuchen und Geschenken veranstaltet. Ein wundervoller Abend. Traurig und schön zugleich. Über 4 Stunden haben wir mit den Kids gefeiert. Es fühlt sich an wie unsere Familie, so herzberührende Briefe und Worte, die die Kinder schreiben und sprechen.

Dankbarkeit von uns, für das Engagement das Mjay und seine Familie den Kindern gegenüber zeigen, für das Zuhause für 34 Kinder, die Chancen, dies Hoffnung und die Entwicklung des Projektes.

Dankbarkeit der Kinder uns gegenüber, über die ganzen Spenden und viel mehr über die Zeit, die Aufmerksamkeit und die Liebe, die wir Ihnen geschenkt haben.

Dankbarkeit von Mjay, dass wir so viele neue Freunde in die Familie gebracht haben, dass wir ein Sprachrohr für das Projekt sind und dass wir an ihn und seine Vision glauben!

Dankbarkeit für jeden der uns und Hope 4 Katanga Kids unterstützt!

Auch von mir gibt es zum Abschluss noch ein Geschenk für das Projekt! Ganz nach dem Motto von Viva von Agua „Alle für Wasser, Wasser für alle!“ Haben die Kids von H4KK nun die Möglichkeit frisches Trinkwasser zu bekommen. Dank dem natürlichen Filter von Purifaaya wird das kontaminierte Wasser des Slums nun gefiltert und heraus kommt frischen Trinkwasser für alle!

Kampalas Vielfalt

Die Hauptstadt Ugandas – dreckig, laut, beschäftigt. Hier merke ich, dass ich einfach kein Stadtmensch bin.

Die Fahrten mit dem Boda Boda werden immer anstrengender. Bei jedem Händewaschen und Duschen fliest eine Dreckbrühe ab. Um die 1,5 Mio Menschen leben hier.

Der Name „Kampala“ leitet sich von Kasozi K’Empala her, was „Hügel der Antilopen“ bedeutet ab. Insgesamt hat Kampala 7 Hügel. Auf jedem Hügel steht ein öffentlich zugängliches Denkmal. Wir wohnen auf dem der katholischen Namirembe Church.

Von früh bis spät herrscht ein Verkehrschaos. Zahlreiche Matatus und Boda Boda drängeln sich durch die Straßen wie auf diesem Gemälde welches auf der Millerntor Gallery ausgestellt wurde.

Die letzten Tage könnte ich dank Viva von Agua neue Ecken von Kampala kennenlernen. Die Millerntor Gallery und das 4. WeLoveUganda Festival standen an.

Es ist echt schön zu sehen, dass sich der Verein Viva von Agua auch über die Grenzen hinstreckt und sich das Netzwerk somit ausbreitet.

Bei der Gallery kann ich gleich beim Aufbau mit anpacken. Auch ein paar Kunstwerke von Schülern werden ausgestellt im Design Hub. Eine Art Coworking Space mit kleinen Räumen für Projektgruppen und kleine Firmen. Viele nachhaltige Projekte, viele Weise tummeln sich hier. Ein ganz anderes Umfeld, als das was wir die letzten Wochen von Kampala kannten. Spannend zu sehen.

Als Gallery Abschluss, das WeLoveUganda Festival.

Ein Mix aus deutschen und afrikanischen Künstlern aus Uganda, Ruanda, Congo und Kenia. Mein Highlight: Samy Deluxe. Er ist großer VCA Unterstützer und setzt sich für Wasserprojekte ein.

Weiteres Highlight und wieder eine ganz neue Facette Kampalas: Breakdance Jam im YMCA Institut. Richtig talentierte Jungs und Mädels kämpfen um den Titel Breakdance Sieger zu werden.

Die Vielfalt Kampalas erstaunt mich. Armut und Reichtum so stark nebeneinander. Untergrund und High Class treffen zusammen. Ich liebe Kontraste, aber dennoch darf man nicht vergessen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt sondern auch viel grau oder nennen wir es lieber bunt! ?

Wochenende im Slum ?

Wochenende bedeutet im Slum: Sport, Tanzen, Lernen, Kirche und diesen Sonntag noch ein ganz besonderer Programmpunkt.

Für uns startet der Samstag mit einem wichtigen Meeting mit Patra, die unsere beiden Patenkinder betreut. Wir müssen Dinge klären. Wie soll es weiter gehen? Geht es überhaupt weiter? Hierzu mehr sobald die Entscheidung getroffen ist.

Die Kids Im Slum sind schon fleißig am aufwärmen als wir ankommen. Ein kleines Basketball Training steht an. Schön zu sehen, wie sich die Kids auch hier entwickelt haben. Einige sind echt richtig gut! Die Besuchertribüne wird überlagert. Hier gefällt es mir. Die Kids freuen sich über unsere Nähe.

Nach dem Mittagessen geht es weiter mit ein paar Spielen. Wir haben Lego und ein paar Spielsachen dafür die Kleinen besorgt.

Die älteren Kids werden aufgeteilt. Die Mädels zu Lisa und mir. Die Jungs zu Danny und Jack. Zeit für Girls bzw. Boys Talks. MJays Wunsch war es, dass wir uns mit den Kindern über Frauenthemen unterhalten. Wir haben da eine ganz andere Wirkung wie er.

Eine ungewohnte Situation für uns Lisa und mich. Aber wir beide ergänzen uns gut. Am Anfang sind die Mädels sehr schüchtern. Wir knüpfen ein Friedensnetz aus Wolle als Zeichen, dass wir zusammenhalten und uns vertrauen.

Uns liegt es am Herzen den Mädchen aufzuzeigen, was es bedeutet ungeschützt Sex zu haben, Thema HIV und andere Krankheiten, welche Folgen eine Schwangerschaft hat und wie sich ihr Leben dadurch verändern wird.

Außerdem haben wir ein paar Menstruationstassen für die Girls mit gebracht. Damit sie trotz Periode in die Schule gehen können und den Zyklus als etwas natürliches betrachten.

Win weiteres Thema liegt uns sehr am Herzen. FRAUENRECHTE.

Leider sind diese in Uganda nicht sehr ausgeprägt. Wir mussten schon einige Situationen hier beobachten wie Frauen nieder gemacht oder abgegräbscht wurden. Die Frau hier in Uganda wird in vielerlei Hinsicht ungerecht behandelt.

Die jungen Mädchen zu bestärken ist uns ein großes Anliegen. Sie dabei zu bestärken, das es ihr Recht ist NEIN zu sagen. Und sich nicht alles gefallen lassen zu müssen.

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Der nächste Morgen startet mit African Time. Wiedermal müssen wir auf Mjay warten. Wenn man eines hier lernt dann ist es Geduld!

Wir haben wine Einladung von Arthur. Ein guter Freund und Mentor von Mjay. Er ist Künstler und hat früher ebenfalls in Katanga gelebt. Durch ihn hat Mjay Judith kennen gelernt, die die Arztrechnungen für seine kranke Tochter gezahlt hat. Das war der Start für H4KK. Sie war es wo Mjay mit dem Deutschen Botschafter, der letztes Bahr die Toiletten im Slum gebaut hat, verknüpft.

Sehr inspirierend Arthur kennen zu lernen. Er baut gerade eine Komposttoillete. Ähnlich wie das klotogo von Goldeimer. Außerdem produziert er gerade eine Dokumentation über das Slum.

Am Abend findet eine Abschiedsparty für Danny statt. Es wurde sogar ein Kuchen organisiert. Es wird getanzt, gesungen, gelacht.

Danke sagen. Danke für die Unterstützung und diese besondere Zeit.

Die Kids nehmen uns schon wieder voll in ihre Welt mit. Die Lieder sind so berührend. Tränen in den Augen. Bei den Kindern und bei uns.

Eine schöne Geste: Wir sollen auf die Bühne und sagen was wir an Danny lieben und was wir nicht an ihm mögen. Wertschätzung des anderen. Ihm einfach mal sagen was man mag. Ihm mitgeben was man nicht mag, damit dieser weiter an sich arbeiten kann oder das zumindest weiß.

Es wird spät. Wir wollen gar nicht gehen. Ein ganz besonderer Abend im Slum bei unseren Freunden und unserer afrikanischen Familie! ❤️

Wir bauen ein Haus ❤️

Ein neues Zuhause für die gesponserten Schüler der Secondary School entsteht!

Etwa 40 Minuten vom Slum entfernt, in KITEGOMBA, hat MJay ein Land geerbt. Hier hat er selber einige Jahre mit seiner Familie und den ersten Kids von H4KKP gelebt.

Die Umgebung ist wunderschön. Das Dorf ist klein und friedlich. Hier bauen wir ein neues Zuhause für die Schüler der Secondary School! Die Schule ist in Laufnähe. Eine Boarding Schule, wo die Kinder Montag-Freitag sein können. Am Wochenende sollen sie die Zeit im neuen Zuhause verbringen, weg von der Gewalt und den Drogen im Slum. Hier können sie sicher aufwachsen und sich voll und ganz auf ihre Bildung konzentrieren!

Mit 3 Workern, 2 Waterboys, MJay als Projektleiter und seiner Frau als Köchin sind wir auf die Baustelle gezogen.

Lasst uns gemeinsam ein Haus bauen.

Tag 1: Das alte „Haus“ muss weg und der Graben für die Mauern muss gebuddelt werden

Vorfreude und Wehmut ist in MJays Augen zu erkennen, sein Haus in dem er einige Jahre gelebt hat wird nieder gerissen. Abschied eines alten sehr ärmlichen Kapitels. Gleichzeitig auch der Startschuss für ein neues großes Projekt. „Germans always start projects“ meint er. So ist es mit dem Mädchen Zimmer im Slum, ebenso wie mit den Toiletten, die von der deutschen Botschaft gebaut wurden, gewesen.

Das Haus ist schnell abgerissen, der Müll und alles Unkraut wird zur Seite geräumt. Los geht das Abmessen des Hauses. Einen Bauplan, gibt es höchstens in MJays Kopf.

Ein Maßband wird zwar verwendet, aber Genauigkeit wird hier nicht so ernst genommen ?.

Mit einem Stöckchen wird die Entfernung markiert. Los geht es mit dem Buddeln. Jack und Danny schütteln nur den Kopf. Die Art und Weise wie die Locals den Graben ausheben ist sehr ineffizient und unnötig Kräfte raubend. Sie versuchen es Ihnen zu erklären, was weniger gelingt. Vielleicht wollen sie sich auch einfach nicht belehren lassen.

Zum Mittag gibt es Posho (Maismehlbrei) mit Bohnen.

Am Nachmittag kommt die Sonne raus. Es wird heiß. Wir schwitzen. Erstaunlich, dass die Locals kaum trinken, während wir Liter für Liter abkippen.

Wir sind geschafft. Uns reicht es. Wir haben noch eine 40 minütige Fahrt mit dem BodaBoda vor uns. Die anderen bleiben auf dem Land. Wir haben extra ein Zelt aufgestellt und die Nachbarin hat uns einen Raum frei geräumt den wir nutzen dürfen.

Erfolgreicher erster Tag!

Tag 2: Fundament gießen

Trotz regen am Morgen lassen wir uns heute nicht vom arbeiten aufhalten!

Die Arbeiter haben gestern schon etwas weiter gemacht als wir einen Tag Pause machen mussten weil der Regen doch zu stark war um 40 Minuten auf dem Boda Boda zum Land zu fahren. Dafür waren wir eine Runde im Slum und hatten Zeit für uns.

Auf der Baustelle herrscht Chaos – in unseren Augen zumindest. Für Jack und Danny kaum zu ertragen. Der Erde, die in die Mitte aufgeschüttet wurde, rieselt in den Graben wo das Fundament gegossen werden soll. Das Fundament ist an sämtlichen Ecken angefangen, obwohl an anderen Ecken noch nicht mal tief genug gegraben wurde. Die Arbeit hier läuft einfach anders.

Lisa unterstützt heute Sarah beim kochen. Es gibt Reis mit Bohnen.

Am Nachmittag schauen wir den Arbeitern mehr zu, als das wir helfen können. Die Jungs sind etwas gefrustet. Sie sind zum helfen und anpacken hier. Wir machen uns zeitig auf den Heimweg.

Tag 3: Girls Power und die Mauern hochziehen

Unsere Jungs haben keine Lust heute. Somit ziehen Lisa und ich alleine mit MJay zum Land. Girlspower.

Heute gibt es wieder was für uns zu tun. Die Arbeiter waren fleißig. An einigen Stellen wurden schon die ersten Backsteine gesetzt. Mehr Zement statt Stein. Unsere Aufgabe: Die Graben zuschütten.

Step by step ist hier in Uganda das Motto. Auch auf der Baustelle merken wir das. Es wird an vielen Ecken was angefangen und dann dort step by step weiter gemacht. Statt erstmal das Fundament komplett gießen, dann die Steine setzen warten bis alles trocken ist und dann die Gräben zuschütten wird hier an einer Stelle angefangen, an der nächsten wieder angefangen, an der ersten dann weiter gemacht usw.

Lustig und so anders. Aber wir lassen sie einfach machen und helfen da wo wir gebraucht werden. Beim Steine verteilen beispielsweise. Ein Kette. Die Steine fliegen von einem zum nächsten. Nur wenn alle mitmachen und aufpassen läuft es. Es wird gelacht. Gesungen. Aus dem Lautsprecher tönt afrikanische Musik.

Wir bekommen Besuch von dem Dorf Council. Die Nachbarin hat sich beschwert, dass unser Zelt auf ihrem Grundstück steht. Es werden Gründe gesucht warum wie irgendwas nicht richtig machen. Und natürlich wird was gefunden, wer weis ob es stimmt, aber nun müssen wir Montag zum Office und unseren „Strafzettel“ bezahlen. Doofe Nachbarn gibt es wohl überall auf der Welt.

Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Wir setzen einfach das Zelt um! Doch wohin nur? Einfach mitten auf die Baustelle ?

Die erste Woche auf der Baustelle. Wir sind unglaublich stolz, dass wir das Projekt ins Rollen gebracht haben! Dank der zahlreichen Spenden können wir hier wirklich was bewegen.

Doch auch hier ist der Bau teuer. Für die ersten Schritte noch ohne Dach hat Majay eine Kalkulation von knapp 3000€ gemacht. Uns fehlen noch etwa 500€ dafür. Und ein Dach wird auch noch benötigt bevor die Kids einziehen können.

Deshalb können wir jede Unterstützung gebrauchen!!! Jede noch so kleine Betrag hilft!

Spenden ganz einfach per Paypal an: pfaffenbachlaura@gmail.com

DANKE.DANKE.DANKE. ❤️

Unterstützer gesucht!

Es ist soweit, die Vision eine eigene H4KK Community aufzubauen wird angegangen.

MJ der Initiator des Projektes hat ein Land geerbt. Wir wollen nun damit beginnen den ersten Grundstein zu legen.

Ziel ist es, ein zweistöckiges Haus zu bauen, das als erste Unterkunft für die Kids dienen soll. Das langfristige Ziel ist es den Kindern ein sicheres Umfeld zu geben, welches im Slum nicht gegeben ist. Es soll eine kleine Community aufgebaut werden, Räume zum Schlafen, Unterrichten, Tanzen. Ein eigener Garten und ein kleiner Stall fürs Vieh.

Wir sehen es als unsere Aufgabe in der Zeit wo wir noch hier sind den ersten Grundstein dafür zu legen.

Die Rohstoffe sind teuer in Uganda. Unsere Spenden reichen leider nicht ganz für die ersten Pläne. Deshalb brauchen wir deine Unterstützung!

Es wäre großartig, wenn wir die fehlenden 1000€ noch zusammen bekommen!

Spenden per Paypal an: pfaffenbachlaura@gmail.com

Stichwort: Spenden für H4KK

Danke, für dein Interesse und deine Unterstützung! Bilder und Videos vom Land werden folgen.

Die ersten Eindrücke

Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn sie Besonders ist! Eine Woche sind wir schon in diesem wundervollen Land – Uganda!

Es fühlt sich wunderbar an wieder hier zu sein. Teilweise sehr vertraut. Wir finden immer wieder Ecken wo wir uns erinnern und Wege kennen. Ein tolles Gefühl – hatte ich bisher noch nicht oft auf Reisen, da ich bisher nur in Thailand mehrmals war sonst hatte ich mir immer neue Länder zum bereisen raus gesucht, da die Welt noch so viele wundervolle Ecken hat.

Es ist wundervoll zu sehen, welche Entwicklung das Projekt gemacht hat und wie es gewachsen ist. Es macht uns stolz zu höre, dass wir einiges ins Rollen gebracht haben, insbesondere beim Schulsponsoring. Mittlerweile bekommen 30 Kids die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Das ist toll zu hören!

Die erste Woche war wichtig um viele Informationen zu bekommen damit wir die weiteren Schritte planen können. Gut das wir noch weitere 2 Wochen für das Slum haben und noch viele Geldspenden. Wir wollen die große Vision angehen. Eine Community gründen. Ein eigenes Land. Sicher und weg von der Gewalt und den Drogen im Slum. Wir werden sehen, ob wir den Grundstein nächste Woche dafür legen können!

Vor 2,5 Jahren haben Lisa und ich entschieden zwei Kinder – Bosco und Devis – von der Straße zu holen und ihnen die Schule und das Leben zu finanzieren, damit sie eine Perspektive auf ein besseres Leben bekommen. Dafür zahlt jeder von uns jeden Monat um die 80€.

Viel Kontakt hatten wir in den 2 Jahren nicht mit den Jungs. Umso schöner war das Wiedersehen. Schön zu sehen wie sie sich entwickelt haben. Die Gespräche mit ihnen waren sehr wertvoll, da wir nun herausfinden müssen wie wir weiter machen wollen. Bosco wird nächste Woche die Primary School beenden und die Weihnachtsfeiern starten ebenfalls bald.

Zeit für eine kleine Auszeit! Raus aus der Stadt! Raus in diese wundervoll saftig grüne Natur. Uganda wird nicht ohne Grund „Perle Afrikas“ genannt.

Ein Sonntag in Kampala

Es ist Wochenende. Keine Schule. Das heißt wir können unsere beiden Jungs die sonst im Internat sind sehen. Da Bosco Samstag Vormittag noch Tests hatte kommen beide erst Abends nach Kampala. Nachdem wir sehr enttäuscht waren Devis am Freitag weder in der Schule noch in seiner Unterkunft zu finden, haben wir entschieden nur Bosco mit ins Guesthouse einzuladen. Devis hat im Slum übernachtet und war morgens schon überpünktlich zum Frühstück da.

Zeit zum Reden. Wie ist die Lage. Wie ist das Verhältnis zu Patra, die uns unterstützt? Wie geht es beiden? Was läuft gut? Was wollen sie gerne ändern?

Das Gespräch läuft gut. Sehr aufschlussreich. Erstaunen und Verwunderung. Es muss sich einiges ändern. Ob sie die Wahrheit sagen, wissen wir letztendlich nicht. Aber es fühlt sich so an als seien sie ehrlich. Weitere Gespräche auch mit Patra von den Scouts, die nach den Jungs schaut werden folgen.

Weiter gehts.

Uganda ist ein sehr religiöses Land, viele Religionen sind vertreten, wobei das Christentum am verbreitetsten ist. Das heute Sonntag ist wird auch in unserem Guesthouse deutlich. Viele Pfarrer sitzen beim Frühstück. Der Glaube an Gott treibt viele voran weiter zu machen.

Wir sind ins Slum zu einem von den Kids veranstalteten Gottesdienst eingeladen. Es wird getanzt, ein paar Zeilen aus der Bibel vorgelesen und wieder getanzt. Schöne Lieder. Tolle Stimmung. So macht Kirche Spaß!

 

Am Nachmittag werden ein paar Spielsachen und Kuscheltiere verteilt. Die Kinder freuen sich und wollen Bilder für die Kinder aus Deutschland malen. Die Bilder bekommt der Kindergarten von Lisas Nichte, der einiges gespendet hat.

Heute ist Visitors Day in Boscos Schule. Lisa und ich machen uns mit den Jungs auf den Weg. Gespräche mit den Lehrern über Boscos Leistungen und Verhalten. Einsicht in die Testeergebnisse. Mathe ist nicht sein Ding. In Englisch ist er ganz gut. Eine Steigerung ist zu erkennen. Die Lehrer loben ihn. Vom Strassenkind zum Klassensprecher. Die Mitschüler mögen ihn. Wir besuchen sein Doorm. Mit 20 anderen Kids teilt er sich den Raum. In der Kiste ist all sein hab und gut. Das ist Minimalismus!

So fühlt es sich also an, wenn man auf einmal Muddi ist. Stolz sind wir. Aber dennoch ist die Rolle etwas merkwürdig. Die Direktorin hat uns sehr von oben herab betrachtet, hat aber dennoch ihre Dankbarkeit ausgesprochen. Wir fühlen uns eher wie die großen Schwestern oder gute Freunde!

Weiter geht es zu Devis. Vorbei an sehr ländlichen Hütten. Ein Gespräch mit dem Hostel Guard und dann ist auch schon Zeit uns zu verabschieden.

Im Slum. Die letzten Vorbereitungen des German-Uganda Dance Festivals. Letzter Abend für Kathi und Manu im Projekt.

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Zuerst performen die Kids. Tänze in unterschiedlichsten Outfits. Wunderschöne Lieder mit tiefer Bedeutung. Das Lied „I know who i am“ berührt mich besonders. Beachtlich zu sehen, dass sich die Kids mit diesem Thema beschäftigen, zu wissen wer sie wirklich sind und was ihre Persönlichkeit aus macht.

Nach dem Theaterstück, das auf die Problematik von Strassenkindern und HIV aufmerksam macht sind wir dran.

Zuerst Jack, als Rasta nimmt er uns mit in die Welt des Reaggea. Dann kommt Manu mit einer Performance zu den Backstreet Boys. Dann Danny mit einem Bamberg Rap und als Highlight dann Team Germany zusammen. Makarena und Spice Girls. Ein Spaß und was für eine Stimmung. Der Wahnsinn.

Zum Abschluss Salsa zu „they don’t care about us“ von Michael Jackson. Ein besonderes Lied für H4KK. Arthur ein Salsa Tänzer hat MJ damals als er das Projekt gründete unterstützt, so kam Salsa ins Projekt. So schön das selbst die kleinsten schon Salsa tanzen können. Wenn wir zurück sind werden wir Arthur treffen, ich freu mich drauf.

Völlig ausgepowert und verschwitzt geht es nach einem langen Tag zurück ins Guesthouse. Heute gönnen wir uns ein einheimisches Bier -ein Nile- um auf die letzten Tage anzustoßen und diese Revue passieren zu lassen.

Beach Day ?

Lange lange wurde auf diesen Tag hin gefiebert! Vor 2,5 Jahren hatten wir den Kids einen Strandausflug ermöglicht, der ein absolutes Highlight für viele von uns war. Für mich auch ganz besonders. Diesen Moment von Freude, wie ich am Strand stand und die glücklichen und freudestrahlenden im Wasser planschenden Kinder anschauen könnte, habe ich fest verankert!

Und so wollte wir dieses besondere Erlebnis erneut ermöglichen. Diesmal allerdings für die doppelte Menge an Kindern. Ein größerer Bus. Mehr Essen. Ein neuer Strand.

Mit knapp 70 Personen geht es nach einiger Warterei dann endlich los. Die Fahrt: Aufregend, lustig und musikreich. Die neue Musikanlage, welche ebenfalls von Spenden angeschafft wurde, musste natürlich mit. Die Kids singen lautstark mit.

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Als der Victoria See zum ersten Mal zu sehen ist – jubeln, schreie, kreischen. Die Freude steigt mehr und mehr. Lutembe Beach haben wir uns raus gesucht. Ein öffentlicher Strand belieht bei den Einheimischen. Etwas ärgerlich, dass wir auch an diesem öffentlichen Strand Eintritt zahlen müssen.

Die Kinder können es kaum abwarten. Erst noch ein Gruppenfoto, dann umziehen. Einige Kids haben neue Schwimmsachen von unseren Spenden am Tag vorher bekommen andere gehen in Jeans und Shirt Baden.

Und dann sind sie kaum aufzuhalten. Jubel. Toben. Planschen. Freudestrahlende Gesichter. Ein glückliches Gefühl, dass wir dies ermöglichen können durch all die Spenden, die wir von Freunden und Familie erhalten haben.

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Der Bereich zum Baden ist eingegrenzt und recht flach. Viele von den Kindern können nicht schwimmen, deshalb wurden extra noch 3 junge Männer aus dem Slum, die das Projekt ebenfalls unterstützen mitgenommen, die besonders drauf achten sollen, dass nichts passiert. Außerdem haben wir ein paar Schwimmflügel und -Westen eingekauft, die rumgereicht und geteilt werden.

Die Zeit ist sehr besonders. Die Kinder genießen unsere Aufmerksamkeit und Nähe. Ich genieße es Ihnen Zeit und liebe zu schenken.

Die Geschichte der kleine Angel hat mich besonders berührt. Ihre Eltern wurden von einigen Wochen umgebracht, vermutlich vor den Augen der 2-jährigen. Sie wurde alleine in dem Haus gefunden in zu MJ gebracht. Seit dem ist sie Teil von H4KK und Mama Jacky kümmert sich liebevoll um sie. Das sie davon ein Trauma erlitten hat, ist ihr anzumerken, sie hat große Angst und weint viel. Es braucht einige Zeit bis sie vertrauen aufbaut.

Zeit für ein Picknick. Es wurde am Abend vorher vorbereitet. Es gibt: Reis, Gemüse, Peanut Sauce und Softdrinks. Die Schlange ist groß. Alle sind hungrig. Zuerst bekommen die Erwachsenen. Wir lassen die Kinder vor. Manu ist der letzte. Gegessen wird mit den Dingern, heute machen wir da mit. Ungewohnt.

Der Tag rast. Die Sonne macht jetzt auch mit.

Zwischen dem Planschen wird getanzt. Die Musikanlage wird aufgedreht und die Tanzlieder aufgelegt. Was ein Spaß, hier am Strand mit den Kids zu tanzen. Es ist einfach erstaunlich welchen Rhythmus die Kinder haben.

Es wird zusammen gepackt. African Time Style. Denn bis wir dann wirklich gehen dauert es noch 1,5 Stunden. Erst noch die Reste aufessen, umziehen und warten.

Dann wird dee Spielplatz entdeckt. Was Besonderes.

Wir machen uns auf den Heimweg. 1h Fahrt, auf Straßen wo ich mit so einem Bus niemals fahren würde. Die Kinder sind platt und schlafen einer nach dem anderen an uns gelehnt an. Ein schönes Gefühl, sie glücklich einschlafen zu sehen.

Ein ganz besonderer Tag geht zu Ende.Beach Day ?

Gemischte Gefühle…

Heute ist der Tag, an dem wir nach 2 Jahren unsere ehemaligen Strassenkids endlich wieder in den Arm nehmen können.

Der Tag beginnt mit einem kleinen Workout und einem gemeinsamen Frühstück mit allen. Danny ist heute Nacht nochmal mit vielen weiteren Spende angereist – jetzt ist unsere Truppe komplett. Fühlt sich gut an.

Danny war vor 2 Jahren mit Lisa schon hier. Er ist Sponsor der kleinen Justin, die es die letzten Tage kaum noch abwarten konnte ihn wieder zu sehen.

Heute teilt sich die Gruppe auf. So gut wenn wir so viele sind. Kathi, Manu, Jack und Danny gehen die Schüler von H4KK besuchen. Lisa und ich besuchen unsere zwei Jungs in ihren Schulen.

Wir treffen Patra am Scouts Office. Sie hat ein Auto geliehen, sehr praktisch. Auf dem Weg zur Schule stoppen wir noch beim Supermarkt um eine Sucess Karte für Boscos anstehende Examen zu besorgen. Freude, das es in dem Supermarkt keine Plastiktüten sondern nur Stofftaschen gibt.

Und da sind wir. In Boscos Schule Kalinaabiri Primary School angekommen. Die Aufregung steigt. Zuerst müssen wir uns bei der Rektorin anmelden. Auf dem Weg zu den Klassenzimmern kommt Bosco schon von weitem auf uns zugerannt. So schön ihn wieder zu sehen und in den Arm zu nehmen.

Bosco ist als Teenager von Zuhause abgehauen, weil er von dem neuen Mann seiner Mutter und von dem Bürgermeister geprügelt wurde. Außerdem hatte er keine Perspektive da kein Geld für die Schulbildung da war und die Familie eher ärmlich gelebt hat. Somit hat er beschlossen nach Kampala zu ziehen und sich selbst auf der Straße durch zu schlagen. Mit Nachtschichten als Parkplatzwärter hat er ein paar Groschen verdient und von Tag zu Tag gelebt. Recht früh hat er Devis, der seine Familie verloren hat und ebenfalls schon seit er 9 war auf der Straße lebt kennen gelernt. Die beiden sind beste Freunde geworden.

MJay hat sie vor ein paar Jahren gefunden und auf genommen. Bevor wir sie vor 2,5 Jahren kennen gelernt haben, haben sie in einem Auto im Slum gelebt, das ihnen MJay zur Verfügung gestellt hat.

Wir haben die beiden vor 2,5 Jahren im Alter von 15 und 16 Jahren von der Straße geholt und sie mithilfe der Scouts in Internatsschulen gebracht. In der Zeit ist einiges passiert. Sie waren öfter mal weg gelaufen hatten schwache Phasen in der Schule aber auch eine gute Entwicklung Entwicklung mit Lob der Lehrer.Bosco ist mittlerweile in P7. Die Final Exams stehen in einer Woche an. Dann hat der die Primary Schule geschafft.

Devis hingegen ist schon auf der Secondary school. Schon etwas weiter in der Schulbildung. Er hat uns heute aber sehr enttäuscht, da er weder in der Schule noch in seiner Unterkunft war. Keiner weis genau wo er ist. Seine Mitbewohner meinten er ist arbeiten. Keiner weis wo und was. Enttäuschung, dass wir so viel Herz und Geld in ihn investieren und er seine Chance nicht erkennt, das ist nämlich leider nicht das erste mal. Wir hoffen ihn am Wochenende bei MJ anzutreffen um ein Gespräch mit ihm zu führen um zu sehen wie es ihm geht und was los ist.

Das wir Devis nicht angetroffen haben, hat uns leider sehr verletzt und ein wenig aus der Bahn gebracht. Dennoch war mit dem Rest ausgemacht, dass wir uns im Slum treffen. Gesagt getan und schon schlendern wir wieder die gewohnten Wege zum Office von H4KK.

Zeit um etwas Papierkram zu erledigen, wegen den Spenden Übergaben.

Doch dann zieht es mich auch raus. Schauen, staunen und beobachten. Nach spielen ist mir nicht. Ich Kuschel lieber mit den kleinen die sich zärtlich an mich schmiegen und einfach nur die Nähe genießen. Einfach schön so den Kids Aufmerksamkeit und Liebe zu schenke und dabei die anderen Kids beim Spiel und das Leben hier auf mich wirken zu lassen. Ein so anderes Leben. Dreckig. Minimalistisch. ärmlich. Dennoch springen die Kids freudestrahlend durch die Gegend, basteln sich ihr Spielzeug von dem was sie finden und nehme in Kauf fürs Wasser etwas weiter laufen zu müssen.

Zum Abschluss des Tages mussten wir noch beim Soundcheck der neuen Musikanlage bleiben. Ebenfalls eine Investition unserer Spenden. Kosten: 200€

Die Musikanlage wird für die Tanzauftritte, durch die Spendengelder verdient werden gebraucht. Ist somit also sehr wichtig fürs Projekt!

Der Sound ist gut. Die Kinder können kaum still halten. Alles fängt an zu tanzen und es strömen immer mehr Kinder in den Gemeinschaftssaal. Die Lust sich zu bewegen und mit zu tanzen schwappt direkt über. Musik verbindet. Es macht Spaß!

Gemischte Gefühle heute. Von Aufregung zu Überwältigung zu Freude zu Enttäuschung und Trauer war heute alles dabei. Jetzt Fall ich müde ins Bett. Die Tage schlauchen doch schon ganz schön. Wahnsinn, dass wir das beim letzten Mal 5 Wochen am Stück ausgehalten haben.

Morgen müssen wir fit sein, denn es steht ein ganz besonderer Tag an….